


Die interspinöse Prozessus Dekompression unter Einsatz eines sogenannten interspinösen Spreizers (X-Stop, IDI, Aperius) ist ein Verfahren, dass bei Verengung des Spinalkanals bzw. der Nervenaustrittskanäle, häufig verursacht durch eine Vergrößerung der kleinen Wirbelgelenke, auf der Basis einer chronischen Überlastung der lumbalen Wirbelsäule, zur Anwendung gebracht werden kann.
Eine verkürzte Gehstrecke, heftige Anlaufbeschwerden vor allen Dingen morgens nach dem Aufstehen und nach dem Sitzen, sowie erhebliche Beschwerden bei längerem Stehen, die durch einem Vorwärtsbeugen des Oberkörpers zu bessern sind, weisen auf die Möglichkeit dieser Behandlungsform hin.
Die Behandlung erfolgt in Vollnarkose.
Die Operationsmethode ist eine minimalinvasive. Über einen kurzen Schnitt im Bereich der Wirbelsäule wird die Muskulatur einseitig von der Wirbelsäule abgeschoben. Die Dornfortsätze werden dargestellt.
Das zwischen den Dornfortsätzen aufgespannte bindegewebige Band wird perforiert. In den Bereich zwischen den Dornfortsätzen wird dann der entsprechende Spreizer im Gelenkniveau außerhalb des Bereichs der Nerven und des Rückenmarkkanals eingesetzt und hier verankert. Dabei erscheint es wichtig, dass das die Dornfortsätze verbindende Band (Ligamentum spinosum) erhalten bleibt.
Der Patient kann am nächsten Tag aufstehen und sich völlig normal belasten. Der Krankenhausaufenthalt soll in der Regel je nach zugrunde liegender Problematik um die 4 Tage dauern. Eine postoperative Rehabilitationsbehandlung ist nicht erforderlich.
Dr. med. Norbert Sperke | Facharzt für Neurochirurgie
Wirbelsäulenchirurgie | Zentrale Schmerztherapie
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