Strukturelle Kyphoplastie:

Die Strukturelle Kyphoplastie ist ein Verfahren zur Behandlung von durch einen Unfall oder spontan verursachte Frakturen der Wirbelkörper, die mit einem Einbrechen (Sinterung) des Wirbelkörpers einhergehen. Bei der Behandlung dieser Frakturen verwenden wir die Strukturelle Kyphoplastie, die als eines der modernsten und sichersten Verfahren gilt.

    

Durch einen kleinen Schnitt seitlich der Wirbelsäule wird dabei hinab zur Wirbelsäule ein Zugang zum Wirbelkörper geschaffen. Durch einen schmalen Kanal gelangt man in das Innere des gebrochen Wirbelkörpers.

Über diesen Kanal werden in den Wirbelkörper Plättchen eingeführt, die sich übereinander stapeln und somit den in sich zusammengebrochenen Wirbelkörper wieder aufrichten. Zur zusätzlichen Stabilisierung wird dann vor diese Plättchenmauer Knochenzement eingegeben. Die Technik der Zementeingabe vor die Plättchenmauer senkt das Risiko eines Zementaustritts in den Rückenmarkskanal mit hier Störung der Nerven bis zur Querschnittslähmung.

Durch diese minimalinvasive Operation bleiben dem Patienten lange Immobilisationszeiten im Bett bzw. ein langes Tragen von sehr aufwendigen Korsetten erspart. Aus Sicherheitsgründen wird dem Patienten zwar postoperativ eine Stützmieder angeboten, das dieser jedoch in der Regel nach 1-2 Wochen absetzen kann.



Dr. med. Norbert Sperke | Facharzt für Neurochirurgie
Wirbelsäulenchirurgie | Zentrale Schmerztherapie
Dt. Gesellschaft f. Neurochirurgie | Dt. Gesellschaft f. Wirbelsäulenchirurgie | Dt. Gesellschaft f. Schmerztherapie
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